Vielleicht, weil Sie weniger verlangen, wie eine aktuelle Befragung von Young Professionals belegt:
Da stellt sich die Frage, weshalb Frauen weniger verlangen? Vielleicht, weil sie bescheidener sind oder ihre Leistung geringer einschätzen?

Die Mär, dass Frauen per se weniger Gehalt erhalten ist mit diesen Ergebnissen widerlegt – denn wer weniger verlangt und laut eigener Einschätzung weniger leistet (s. Grafik), darf sich nicht über ein geringeres Gehalt beschweren.
Meinungen?
Die gesamte Studie trendence – Young Professional Brometer 2010 gibt’s hier als Download.
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Welchen genauen Zweck verfolgt die Studie, was ist die wesentliche Erkenntnis und warum werden die Ergebnisse nur genannt und nicht kritisch bewertet? Young-Professionals mit Habilitation? Das widerspricht sich. Gibt es weitere solcher Widersprüche, wenn ja, wie glaubhaft kann so eine aus betriebswirtschaftlichem Kalkül angeregte Studie überhaupt sein? Was sind High-Potentials? Hier werden Begriffe verwendet, ohne sie zu erklären. Vermutlich handelt es sich hier um ein Auszug, anders kann ich mir diese halbfertige Studie nicht erklären.
Hi Paul,
Interessante Fragen – die ich mir auch schon stellte. In der Tat ist diese Studie nur ein Auszug – deswegen steht da auf dem Titel auch “extract”. Trotzdem gehören auch in einen Auszug Begriffserklärungen bzw. -definitionen.
Unabhängig jener methodischen Mängel, bleibt doch die Frage im Raume, weshalb Frauen weniger Jahresgehalt verlangen und auch weniger leistungsbereit i.S. der in der Studie genannten Wochenarbeitszeit sind.
Ich habe dem Research-Manager eine kleine Anregung geschrieben. Mir sind noch viele weitere Mängel aufgefallen, die den Aussagewert mancher Darstellungen mindern und sogar negieren, also Falschaussagen provozieren.
Außerdem ist die Anzahl an männlichen und weiblichen Probanden nicht paritätisch. Was sehr ungeschickt ist, wenn man Geschlecht als Differenzmerkmal bei einigen Fragestellungen zugrunde legt.
Tja Paul, da haben’s wir wieder …
du hast völlig Recht!
Die hätten halt mal welche fragen sollen, die sich damit auskennen .. ;)
Um deine Frage zu beantworten müsste ich auf Klischees, also allgemeingültige Tendenzen zurückgreifen. Der kleine Unterschied im Körper (Gene, Hormonhaushalt, Gebährfähigkeit) wird kulturell multipiziert. Dieses komplexe Zusammenspiel, ein Regelkreis von Körperlichkeiten und sozialen Erwartungen führt letztlich dazu, das Frauen weniger Verlangen und Männer instinktiv als Alpha-Tier anerkennen.
Im Hochschulstudium lernen Frauen ihre ggü. den risikoaffinen und dominanten Männern ihren Minderwertigkeitskomplex auszubauen. Der Unterschied liegt auch in der Struktur der Organisation, selbst in Technologie sind Geschlechter-Code eingewoben. Natürlich ohne, dass es vordergründig auffällt.
Frauen verlangen weniger , weil sie ihr Leistungsvermögen geringer, um nicht zu sagen realistischer, einschätzen. Männer überschätzen sich sehr gerne und verlangen mehr.
Es gibt Frauen, die deutlich von diesem Profil abweichen. Allerdings verschwimmt ihr Anteil in den Ergebnissen dieser fragwürdigen Studie.
Diese Studie streut dann letztlich noch die Gender-Lücke, indem sie ohne es zu begründen oder fein herauszuarbeiten, zwischen femininen und maskulinen Unternehmen differenziert. Darin aktzeptieren die Initiatoren der Studie den Geschlechterunterschied. Und schreiben ihn aus Naivität oder Ignoranz fort. Der Auszug dieser Studie ist mit angelegtem wissenschaftlichen Maßstab ein schlechter Scherz.
Paul, Danke!
Fall du noch weitere Fragen hast:
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