Google’s Forecast for the German Election 2009.
via google trends
Meine schlimmsten Befürchtungen für einen Browser aus dem Hause Google scheinen sich zu bestätigen. Googles Chrome Browser erzeugt demnach eine eindeutige ID und funkt fleißig nach Mountain View, wie, was, wann, der Nutzer sich angeschaut hat. Spyware ist harmlos dagegen!
Andreas von Synflood hat sich dabei Chrome noch etwas näher angeschaut und festgestellt, dass Googles jüngstes Produkt nicht erst nach Hause funkt, wenn man die Enter-Taste betätigt hat. Vielmehr wird schon während des Tippens protokolliert, was der Nutzer so eingibt:
Google Chrome zeigt bei Eingaben in der Adressleiste ein Verhalten ähnlich dem eines Keyloggers. Selbst Tippfehler, Korrekturen oder versehentlich eingegebene Daten (wem ist es nicht schon einmal passiert, z.B. Passwörter in einem falschen Eingabefeld eingegeben zu haben?) landen bei Google, und das noch dazu über eine unverschlüsselte Verbindung. via synflood
Noch Fragen?
Seit gestern wissen wir: Google bringt seinen eigenen Browser namens Google Chrome auf den Markt.
Dass Google einen eigenen Webbrowser rausbringt dürfte dabei nur DAUs überraschen – passt es doch wunderbar in die bisherige Produktpolitik. Nein vielmehr – es ist die logische Konsequenz. Googles Browser namens Chrome soll heute noch als Beta irgendwo downloadbar sein (‘ne url gibt’s noch nicht), ist Open Source und dürfte den Browsermarkt gehörig durcheinander wirbeln. Wer, wenn nicht Google besitzt die Marktmacht, den IE das Fürchten zu lehren?
Kritisch zu hinterfragen bleibt, ob und wenn ja, welche Benutzerdaten Google mit dem Chrome erfassen kann. Denn ein Konzern, der Anzeigen schaltet und verkauft, sollte ein gehöhriges Interesse daran haben, zu erfahren, wie wann wo und was seine User ansehen, lesen und downloaden …

Sobald es eine Downloadseite gibt, erfahrt Ihr es hier.
Update: Den Download soll es ab 21 Uhr geben.